Chronik

Nordring Gründungstag: 30.Mai 1973

Erstes Rennen: 1. Mai 1974

Der Muckgrubenring (Nordring) wurde ab 1973 errichtet und vorerst ausschließlich für Rallycross und Autocross verwendet. Weitere Nutzungen ergaben sich mit Autoslaloms, Traktorpulling, der Einsatz als Rallyeschule, Testgelände für Rennfahrzeuge, u.v.a.m. Höhepunkt bis in das Jahr 1998 waren die Stars der Rallyecross EM die bis zu 10.000 Zuseher auf den Nordring brachten. Stars: Stig Blomquist, Per Eklund, Bjorn Waldegaard, Franz Wurz, Martin Schanche, John Taylor, Rudi und Manfred Stohl, Raimund Baumschlager, … Bericht aus dem Jahr 1974 – Ein Dankeschön an Michael! Weil es auch in dieser Zeit noch mutige leute gibt, fand Mitte Februar der Spatentisch zur vierten permanenten Rennstrecke Österreichs statt. Nach dem Österreich-, dem Salzburg- und dem Leru-Ring entsteht nun zwölf Kilometer von Horn der Muckgrubenring. Auf dem Gemeindegebiet von Fuglau – Altenburg hat Bürgermeister Franz Eisenhauer ein genügend großes Areal zur Verfügung gestellt, als offizieler Bauherr fungiert der MSC Waldviertel mit immerhin 150 Mitglieder, bei welchem Franz Zögl Vorsitzender war. Geburtshilfe leisteten nicht nur ZV Grenzland mit Franz Wurz, sondern auch ein Onkel aus dem großen Verwandtenkreis des „Wurzelsepp“, der Material und Baumaschinen zu günstigen Bedingungen beistellte…..

Weltrekord: 50.237 km Nonstop in 31 Tagen

Seit 1. März.1987 um Mitternacht heulen am Nordring in Fuglau ununterbrochen 90 PS auf. 8 Fahrer des MSC Horn haben sich vorgenommen ins Buch der Rekorde zu kommen, so gilt es in einer Nonstop-Fahrt von 1 Monat mehr als 41.140 km zurückzulegen, dass ist der derzeitige Weltrekord, der allerdings Überland aufgestellt wurde noch dazu mit einem Porsche 944 Turbo. Die Horner hingegen gehen mit einem VW Golf Syncro mit Kat. ins Rennen. Es wird auf der etwa 1150 m langen Rallye-Cross-Strecke gefahren 1/3 Asphalt 2/3 Schotter und Erde. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt trotzdem 120km/h. Die 8 Fahrer waren seit 1. März im Dauereinsatz. Alle 2 Stunden Fahrerwechsel und 3 Einsätze pro Tag bedeuten, dass einen Monat lang Privatleben gestrichen sind. Das gilt auch für die Servicecrew, die ebenfalls rund um die Uhr bereitsteht. So dauert ein nächtlicher Tankstop mit Reifenwechsel nur 2-3 Minuten. Rekordverdächtig sind auch die Bemühungen rund um den Weltrekord: Über 40 Sponsoren bringen die Kosten von rund 1 Million Schilling auf. Darin beinhaltet sind das Katalysatorauto selbst, 7000 Liter Benzin, 100 Liter Motoröl, 268 Reifen und 600 Tonnen Schotter, der seit der Schneeschmelze aufgetragen werden musste, um die Strecke überhaupt befahrbar zu halten. Auch die Bevölkerung steht hinter dem Projekt, 1500 Zuschauer kamen an den Wochenenden auf den Nordring nach Fuglau und glaubten an den Erfolg.

Adolf Steininger – Chefmechaniker – Der Rallye-Professor der Nation Zlabinger Erhard – Reifenberater – Der flexible Gummimensch aus dem Waldviertel Gerhard Buchta Serviceteam – Ruhepol in der Servicecrew Richard Ponzauner – Der fliegende Derwisch zwischen Horn und Fuglau Fritz Zimmermann Der brüllende Hauslöwe Dipl. Ing. Kohout und Susanne Kohout

Motivationsspezialisten der Sonderklasse – die Fahrer

Gerald Asenbauer – Der Wildesel des Teams brachte den Boss oft zur Weißglut Hermann Dunkler – Der Straßenbahnfahrer macht dir eine schöne Spur.. Franz Eisenhauer – In jeder Situation Eiswasser in den Venen. Ernst Hauer – Der Asphaltcowboy der Truppe, klein aber OHO! Gerhard Hofer – Der Ballettmeister, Pirouetten am laufenden Band Willi Kettinger – Der Bleifuß, fühlt sich im Dreck am wohlsten Franz Steiner – Die Wildsau vom Hornerwald, Showeinlagen vom feinsten Gerhard Stoifl – Der Boss und Dompteur der gemischten Raubtiergruppe Ronald Seunig – Der wilde Hund

Anfänge des Autocross

Bis in die Mitte der 1970er existierte kein einheitliches europäisches Reglement für diesen Sport, erst zum 1. Januar 1976 hob der Automobilsportweltverband FIA ein solches und zugleich auch den Europa-Cup als erste paneuropäische Meisterschaftsserie für die Division 3 aus der Taufe. Das Debüt des neuen Championats fand auf dem österreichischen Britaxring (heutiger Name: Nordring) in Fuglau bei Horn statt. Im Jahre 1981 bekam diese Rennserie schließlich auch offiziell den Status einer FIA – Europameisterschaft verliehen. 1979 wurde auch ein Europapokal für die Tourenwagenklasse, die Division 1, geschaffen. Der erste Gewinner dieser Trophäe war im gleichen Jahr der Österreicher Siegfried Pfeiffer auf Porsche 911. Auch diese Klasse wurde im Jahr 1981 zur offiziellen Europameisterschaft aufgewertet.

Waldviertel Rallye

Österreichs international bekannteste und größte Rallye der letzten Jahrzehnte, wird seit über 25 Jahren ausgetragen ,seit 2003 auf dem Nordring! Sie wurde seit 1981 zwanzig Mal als Semperit-Rallye durchgeführt, im Jahre 2001 hieß sie A1-Waldviertel Rallye, in den Jahren 2002 und 2003 wurde sie als Int. Waldviertel Rallye ausgetragen. In den Jahren 2004 – 2007 wurde sie unter dem Namen OMV Rally Waldviertel als Europameisterschafts- und Lauf zur heimischen Rallyemeisterschaft durchgeführt. In diesen mehr als 27 Jahren waren Österreichs Rallyepiloten im Waldviertel eine Macht, die nur sehr schwer zu besiegen war. Von den ausländischen Fahrern gelang dies nur dem Deutschen Walter Röhrl (1985), dem leider schon verstorbenen Argentinier Jorge Recalde (1987), den beiden Deutschen Dieter Depping (1994) und Armin Schwarz (1996, 2000), den beiden Ungarn Janos Toth (1998) und Balasz Benik (2004) und Thomas Voijtech 2007.

Einer der Höhepunkte ist die Superstage auf dem Nordring. Sie wird während der Rallye zweimal gefahren. Man hat im Infield der Strecke eine Brücke errichtet, über dessen Überfahrt immer wieder attraktive Sprünge zu erwarten sind. Es handelt sich um eine sehr schnelle Prüfung, bei ersten Testfahrten erzielte man auf den schnellsten Streckenabschnitten, Geschwindigkeiten von mehr als 150 km/h.